Charles Webster Leadbeater

C. W. Leadbeater     C. W. Leadbeater (16.02.1847 - 29.02.1934) zählt zu den bedeutendsten Eingeweihten der esoterischen Tradition. Seine Hellsichtigkeit ermöglichte ihm Zugang zu den feinstofflichen Ebenen der Wirklichkeit, und er konnte diese ungewöhnlichen und zum Teil sehr komplexen Wissensgebiete in einer einfachen, klaren und allgemein verständlichen Form in Vorträgen und Büchern übermitteln. Viele esoterische Wörter und Konzepte, die heute ganz selbstverständlich verwendet werden, fanden durch ihn ihren Weg ins öffentliche Bewusstsein, wie Karma, die Aura, Reinkarnation, Akasha Chronik, Vegetarismus, die Aufgestiegenen Meister, das Leben nach dem Tode, Chakras, Kundalini, Astralreisen, feinstoffliche Körper, Chela, Initiation...
Praktisch die ganze spirituelle Bewegung geht auf ihn und seine Werke zurück, seine hellsichtigen Forschungen formten ein neues Welt- und Menschenbild.

Leadbeater
war ein bescheidener und einfacher Mann, mit dem Wunsch, in den Herzen seiner Mitmenschen durch sein Werk einen Wandel zu mehr Liebe und Selbstlosigkeit zu bewirken. Am 21.12.1878 wurde er zum Diakon und ein Jahr später zum Priester der Kirche von England geweiht. Anfang 1883 erweckte das Buch The Occult World von A. P. Sinnett sein Interesse an der Theosophischen Gesellschaft, der er am 21. November 1883 formell beitrat.

Über die Gesellschaft bekam er Kontakt zu den Aufgestiegenen Meistern, zunächst über materialisierte Briefe, dann in physischer Form. 1884 ging er auf ihre Empfehlung nach Indien. Dort bekam er dann im Sommer 1885 von den Meistern Kuthumi und Djwal Khul eine Ausbildung, die ihn anschließend zur astralen Wahrnehmung bei Aufrechterhaltung des physischen Bewusstseins befähigte.

Er begann seine literarische Tätigkeit und kehrte Ende 1889 nach England zurück. Dort schrieb er seine Werke unter extrem dürftigen Bedingungen, die sich erst 1894 etwas bessern, als er in das Zentrum der theosphischen Arbeit in London umzog und mit der Autorin Annie Besant zusammenarbeitete. Mit ihr verband ihn eine lebenslange Freundschaft, im Verlauf derer sie mehrere Bücher gemeinsam schrieben.

Im Februar 1909 ging Leadbeater wieder nach Adyar in Indien, um seine Arbeit fortzusetzen. Im Mai 1909 traf er dort einen Jungen, dessen feinstoffliche Körper außergewöhnlich weit entwickelt waren. Er hatte die Vision, dass dieser Junge ein künftiger spiritueller Weltlehrer werden könnte, und unterstützte ihn darin, diese Aufgabe zu übernehmen. Der Junge war Jiddu Krishnamurti, der später zwar nicht zu einem Weltlehrer, doch aber zu einem bedeutenden spirituellen Lehrer wurde.

Am 22. Juli 1916 wurde Leadbeater zum Bischof der Alt-Katholischen Kirche geweiht, die sich 1918 umbenannte und seither bis heute Liberal-Katholische Kirche heißt. Nebenbei war er auch noch als Freimaurer engagiert, da er sakramentalen Handlungen große Bedeutung beimaß und deren Bräuche als Riten aus den Mysterien Ägyptens vor 6.000 Jahren wiedererkannte.

Leadbeater verließ seinen physischen Körper endgültig am 29.02.1934 in Australien.

Kostenloser Download:
Leadbeaters Buch "Grundlinien der Theosophie"