Lahiri Mahasaya
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Lahiri war der Familienname von Schyama Tscharan Lahiri,
der von 1828 bis 1898 lebte. Mahasaya ist ein religiöser
Sanskrit-Titel und bedeutet "großherzig". Lahiri Mahasaya war
ein Jünger von
Mahavatar Babaji
und der Guru von
Swami Sri Yukteswar (dem Guru von
Paramhansa Yogananda). Seinem Wesen nach stets sanft und demütig allen Menschen
gegenüber, verfügte er als christusähnlicher spiritueller Lehrer über
große Wunderkräfte und trug zugleich als Familienvater
auch weltliche Verantwortung. Auf dem einzigen Foto, das von ihm existiert, ist er mit halb geöffneten, halb geschlossenen Augen zu sehen. Dies zeigt seine Haltung, zugleich in der alltäglichen äußeren Welt der Menschen und in der inneren Welt des Geistes zu sein. Durch sein beispielhaftes Leben lehrte er die Menschen eine uralte und doch moderne Form des Yoga, die den richtigen Ausgleich zwischen Meditation und der Erfüllung weltlicher Pflichten zeigt. |
Lahiri Mahasaya war
ein Yogavatar, eine "Inkarnation des
Yoga". In seinem 33. Lebensjahr begegnete er seinem
Guru
Mahavatar Babajiin der Nähe von Ranikhet im Himalaya, der
ihm die alte verschollene Form des
Kriya-Yoga
wieder enthüllte
und ihm auftrug, aufrichtige Sucher darin einzuweihen. So begann
im Jahre 1861 eine neue Blütezeit des Kriya Yoga. Neben seinen geistigen
Pflichten und seiner verantwortungsvollen Tätigkeit im Beruf und
seiner Familie übernahm er noch Aufgaben auf dem Gebiet der
Jugenderziehung, gründete Studiengemeinschaften und beteiligte
sich aktiv am Bau eines großen Gymnasiums im Bengalitola-Bezirk
von Benares. Er weihte tausende von Menschen aller Religionen und
Glaubensrichtungen in
Kriya-Yoga
ein und unternahm damit
einen kühnen Vorstoß gegen den Kastengeist seiner Epoche. Im Jahre 1886, 25 Jahre
nach seiner Einweihung durch Babaji, wurde er pensioniert und
verbrachte von nun an die meiste Zeit im überbewussten Zustand
schweigender Meditation. Am 26. September 1895 verließ er seinen
physischen Körper endgültig, nicht aber ohne einigen seiner
Jünger am folgenden Tag in einer sehr lebendigen, nur jüngeren
und strahlenderen Form zu erscheinen und mit ihnen zu sprechen.
Unter anderem teilte er ihnen mit, daß er jetzt einige Zeit mit
Babaji im
Himalaya verbringen werde. Mehr über Lahiri Mahasayas
Leben ist in dem berühmten Buch Autobiografie eines Yogi
von Paramhansa Yogananda
nachzulesen.
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