Psychedelische Drogen

Sind psychedelische Drogen hilfreich auf dem spirituellen Weg? Nicht wirklich.

Sie können dir zwar ermöglichen, einen größeren Bereich der Realität wahrzunehmen, aber sie sind dennoch keine Abkürzung auf dem spirituellen Weg.
Don Juan hat beispielsweise Carlos Castaneda am Anfang von dessen Ausbildung psychedelische Pilze gegeben, um dessen begrenzten Horizont zu erweitern, aber als er das geschafft hatte, gab er ihm keine mehr. Warum wohl nicht?

Auch wenn gewisse Substanzen dir einen Einblick verschaffen können, befreien sie dich nicht von der Notwendigkeit der eigentlichen Arbeit, zu dem zu werden, was du durch sie gefunden hast. Und das kannst du natürlich auch ohne sie.
 

Einblick durchs Fenster
Nur ein Fenster, keine Tür...

Es ist, als wenn du an einem langen Haus entlang gehen musst, um zur Tür zu kommen, durch die du in das Haus (deine Verwirklichung) hinein kommen kannst. LSD, MDMA, 2CB, Pilze usw. sind dabei kleine Fenster in der Hauswand. Zwar kannst du durch sie eine Zeit lang in das Haus hinein sehen, doch zum Durchklettern sind sie zu klein, außerdem schließen sie sich nach einiger Zeit wieder. Wenn du Pech hast, faszinieren sie dich so, dass du lange Zeit vor diesen Fenstern verbringst, statt deinen Weg zu gehen.

Ein anderes Bild: Eine Reise mit psychedelischen Drogen ist wie ein Rundflug mit einem Flugzeug über eine Gebirgslandschaft. Von oben ist alles leicht zu überblicken, der ganze Weg mit seinen Hügeln und Tälern. Aber was soll`s? Das Flugzeug bringt dich wieder an deinen Ausgangspunkt zurück, und die mühsamen Kraxeleien durch die Höhen und Tiefen im Leben bleiben dir nicht erspart.

Und darüber hinaus kannst du flugsüchtig werden. Dabei meine ich hier nicht körperliche Abhängigkeiten, die bleibt den Konsumenten harter Drogen (Alkohol, Nikotin, Heroin usw.) vorbehalten, sondern ich spreche von der Faszination der Geistesflüge, die dich scheinbar schnell weiterbringen, in Wirklichkeit aber deine Seele an die erlebten Bilder und Phänomene binden und somit festhalten.

Karoli Neeb Baba, der Guru von Ram Dass, sagte mal:

"Amerika ist ein materielles Land, deshalb erschien dort ein materieller Avatar in Form von LSD. LSD befähigt dich, Christus zu treffen, aber nur für ein paar Stunden, dann musst du wieder gehen. Es ist besser, zu Christus zu werden, anstatt ihn nur ein paar Stunden zu besuchen."

Ich finde, treffender kann man es kaum ausdrücken.

Schweinehirte bei der Arbeit   Außerdem können psychedelische Substanzen nur reflektieren, was sowieso in dir drin ist.

"Ein Schweinehirte sieht auch auf seinem Trip nur Schweine."
                                              (Samuel Widmer)

"Psychedelische Drogen nehmen ist wie eine Ein-Mann-Geburtstagsparty: Du kriegst nur die Geschenke, die du selber mitgebracht hast." xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx (Micky Remann)

Menschen nehmen seit Jahrtausenden Substanzen zu sich, die ihr Bewusstsein verändern, aber hast du je gehört, dass jemand durch sie zu einer echten und dauerhaften Erleuchtung gekommen wäre? Wer wirklich auf Dauer EINS werden möchte mit dem kosmischen Bewusstsein, sollte sich diese Frage einmal ganz ernsthaft stellen.

Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass es für die spirituelle Entwicklung bessere Möglichkeiten als die Arbeit mit Substanzen gibt. Ich empfehle Meditation, besonders Kriya Yoga und vor allen Dingen Deekshas, denn die sind ungefährlich, legal und führen auch tatsächlich zurück ins Einheitsbewusstsein.